Ich gehe schon ewig und drei Tage ins Gym bei mir um die Ecke und anschließend in die Sauna – noch nie habe ich dort einen Bekannten, geschweige denn jemanden von der Arbeit getroffen.

Gibt eben für alles ein erstes Mal …
Aber mit Wichtel-Julie hätte ich nun wirklich nicht gerechnet!

Erst habe ich sie gar nicht erkannt – wie gesagt, man rechnet ja nicht damit und außerdem schaut man die Mitsaunierenden ja auch nicht mit der Lupe an.

Als sie mich dann gefragt hat, ob ich auch wegen des Glühweinaufgusses hier sei, wusste ich erst einmal überhaupt nicht, was ich sagen soll – und wo ich hinschauen sollte, wusste ich schon gleich zweimal nicht.

Nachdem der erste peinliche Moment überstanden war, haben wir uns aber erstaunlich gut unterhalten.

Nach dem Saunagang haben wir uns sogar noch an den Tresen gesetzt und etwas zusammen getrunken.

Ich glaube, ich war da bei Julie ganz und gar auf dem Holzweg. So außerhalb der Arbeit scheint sie vollkommen normal – und der Sauna-Look steht ihr auch viel besser als das Wichtel-Outfit.

Ich muss morgen unbedingt zum Chef und das Bild wieder etwas gerade rücken, das ich von Julie gezeichnet habe.

Siri, spiel „What a Difference a Day Makes“.